Fertigteiltreppen stellen eine Sonderform der Betontreppen dar. Sie bieten den Vorteil, dass sie witterungsunabhängig im Werk gefertigt werden und nach der Montage sofort voll belastbar sind. In der BIM-Arbeitsweise unterscheiden Sie sich von Ortbeton-Treppen u.a. durch ihre geometrischen Ausklinkungen, die zur Auflage auf Konsolen dienen.

Dieser Artikel dient als Ergänzung zum Artikel Treppe: Allgemein. Es ist wichtig, beide Artikel zu berücksichtigen, bevor mit dem Modellieren begonnen wird. Als weitere Informationsquelle zur Gewährleistung eines fehlerfreien Modelliervorgangs ist auch der Artikel Familienbau zu beachten.

 

Wichtiger Hinweis

Leider bietet Revit keine zufriedenstellende Möglichkeit, mit den vorhandenen Systemfamilien Betonfertigteiltreppen zu beplanen. Es wird empfohlen, auf externe Familien zurückzugreifen, welche speziell für diesen Zweck entwickelt wurden.

Dieser Artikel bezieht sich daher auf einen Workflow nach BOA-Standard, für den eine Familie aus dem BOA-Objektkatalog verwendet wird.

Als Alternative kann man versuchen, sich mit einer Ortbetontreppe zu behelfen und fertigteilspezifische Details zweidimensional zu ergänzen. Siehe hierzu auch den Artikel Sinnvoll Detaillieren.

In diesem Fall gilt dann der Modellierleitfaden Treppe: Ortbeton

Die grundsätzliche Modellierung einer Treppe in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen.

Eine Fertigteil-Treppe ohne Belag lässt sich genau wie STB-Treppe erstellen: nur dass der Belag ausgeblendet wird, und der Baustoff der Treppe auf Ortbeton gesetzt wird. Die Konstruktion in den Parametern des Einstellungsdialoges muss auf Vorgefertigt gesetzt werden um die Treppe entsprechend konfigurieren zu können.

 

Die für diese Phase neu hinzukommenden Merkmale und Parameter sind an den entsprechenden Stellen im Einstellungs-Dialog des Bauelementes zu ergänzen.

Die Beschreibung des Einstellungs-Dialoges und die entsprechende Vorgehensweise finden sich in einer früheren Phasenbeschreibung in diesem Artikel.

 

Die Beschriftung und Kotierung der Bauelemente sollte immer assoziativ erfolgen. Die Beschreibung zur Vorgehensweise in ARCHICAD findet sich in den entsprechenden Artikeln.

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Frühe Planungsphasen

Informationen zum Umgang mit Treppen in frühen Planungsphasen werden im Artikel Treppe: Allgemein beschrieben.

Entwurf

Darstellung

Grundrissdarstellung           Schnittdarstellung                                    Modelldarstellung

      

Merkmale

Merkmal
Parameter
  • Auftritt
Gliederungs-Informationen

Beschriftung

  • Die Anzahl der Steigungen sowie das Steigungsverhältnis wird mit der Beschriftung "BS_Trep_BFT_Steigungsverhältnis" angegeben.
  • Lichte Durchgangsbreite wird mittels Maßketten gekennzeichnet.

 

Anleitung

siehe Artikel Treppe: Allgemein

 

Bezug der Fertigteiltreppen

  • unten: FBOK, plus Versatz unten (Dicke Belag)
  • oben: ergibt sich durch die Höhe der Treppe

 

Fertigteiltreppen werden dem Bearbeitungsbereich 200_Rohbau zugeordnet.

 

Bevor die Fertigteiltreppe gesetzt wird, sollte zunächst die vorhandene Entwurfstreppe ( ENT_Treppe.... ) gelöscht werden. Siehe dazu auch Treppe: Ortbeton – Entwurf

Anschließend ist im Grundriss 103 mit der Bezugsebene FBOK über den Befehl Bauteil -> Bauteil platzieren die entsprechende Beton-Fertigteil-Treppe zu setzen.

img 1

 

Fertigteiltreppen werden mit folgenden externen Familien erstellt:

  • Trep_BFT_einlaeufig
  • Trep_BFT_einlaeufig_Fuss
  • Trep_BFT_einlaeufig_Fuss_Zwischenpodest

Familie Steuermöglichkeiten

                                                (Exemplarparameter)

Trep_BFT_einlaeufig_Fuss letzter Auftritt und Fuß

img 3 img 5

Trep_BFT_einlaeufig erster und letzter Auftritt

img 7 img 9

Trep_BFT_einlaeufig_Fuss_Zwischenpodest Lage und Länge des Zwischenpodestes,

Fuß, letzter Auftritt
img 11 img 13

 

Bei allen drei Familien können zusätzlich zur Laufstärke auch die Ausklinkungen und Fugen (seitlich, vertikal und horizontal) beim Podest mittels Typenparametern gesteuert werden.

Beispiel: Trep_BFT_einlaufig

img 15

Die Abmessungen der Läufe, der Versatz, die Auftrittslänge und die Anzahl der Steigungen werden in den Typeneigenschaften unter Abmessungen eingetragen:

img 16

img 17

Bei der Familie Trep_BFT_einlaeufig ist es möglich, am ersten und am letzten Auftritt ein Zwischenpodest anzufügen. Diese Zwischenpodeste können mit zusätzlichen seitlichen Ausklinkungen für eingehängte BFT-Läufe versehen werden.

img 19 img 21

In diesem Fall wird die Treppe an den Stirnseiten auf eine Wandkonsole aufgelegt.

img 23

 

Die Podeste werden als tragende Geschossdecke modelliert (Zwischen- und Hauptpodest).

Zum Ausschneiden der Ausklinkung im Podest ist wie folgt vorzugehen:

Das zu bearbeitende Podest markieren:

img 25

Über Geometrie ausschneiden die Ausklinung erstellen:

img 27 img 29

 

Hinweise:

  • Falls die Treppenläufe zusätzlich noch mit einem Belag versehen werden, müssen die Stufenkanten der BFT-Treppe im Grundriss gestrichelt dargestellt werden. Die Belagstreppe dient in diesem Fall auch als Basis für das noch zu erstellende Geländer.

img 31

  • Der obere Teil des Treppenlaufs endet in der Regel mit einem unterseitigen horizontalen Abschluss. Der Abstand zwischen Knick und Fuge kann mit ca. 10 cm angenommen werden.

img 33

  • Die Geometrie der BFT-Treppen passt man am Besten im Schnitt an. (Ausrichtung, Lage, etc…)

Einreichung

Darstellung

Grundrissdarstellung          Modelldarstellung

           

Schnitt

Merkmale

In dieser Phase werden keine Merkmale ergänzt.

Beschriftung

  • Anzahl der Steigungen sowie Steigungsverhältnis mittels Beschriftung BS_Trep_BFT_Steigungsverhältnis
  • Lichte Durchgangsbreite über Maßketten

Anleitung

Die Merkmale werden den Eigenschaften der Treppe zugewiesen, damit diese unter anderem über Beschriftungen ausgelesen werden können.

Ausführung

Darstellung

Grundrissdarstellung          Schnittdarstellung                                               Modelldarstellung

           

 

Detail-Darstellung der Treppe hier mit Ortbetonpodest, bei BFT-Podest analog:

 

Merkmale

Merkmal
  • Anzahl Auftritte
  • Anzahl Steigungen
  • Auftritt an der Lauflinie
  • Hohl-Treppenspindel
  • Massiv-Treppenspindel
  • Mittelholmtreppe
  • minimale Dicke des Treppenplatte
  • minimaler Auftritt an der Innenseite
  • Status
  • Zweiholmtreppe
Parameter
  • Auftritt an der Lauflinie
  • Bruttovolumen Treppenlauf
  • Höhe Steigungen
  • Länge Treppenlauf
  • Nettovolumen Treppenlauf
  • Überstand
Gliederungs-Informationen

Beschriftung

Alle erforderlichen Merkmale sollten mit den bereits verwendeten Beschriftungen ausgelesen werden. Zusätzliche Beschriftungen sind unter umständen in Detailplänen und detaillierteren Schnitten erforderlich.

Anleitung

Schalpläne werden in Revit mit den Ansichten 252 (Geschossdecken) erstellt

Bewehrungserstellung erfolgt in Revit, das Nummerieren und Auslesen der Biegelisten wird mit dem Aufsatz „SOFiSTiK Reinforcement Detailing“ durchgeführt

Alle erforderlichen Merkmale werden den Eigenschaften der Objekte zugewiesen, damit diese jederzeit zur Verfügung stehen und zum Beispiel über Beschriftungen ausgelesen werden können

Die grundsätzliche Modellierung einer Treppe in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen.

Eine Fertigteil-Treppe ohne Belag lässt sich genau wie STB-Treppe erstellen: nur dass der Belag ausgeblendet wird, und der Baustoff der Treppe auf Ortbeton gesetzt wird. Die Konstruktion in den Parametern des Einstellungsdialoges muss auf Vorgefertigt gesetzt werden um die Treppe entsprechend konfigurieren zu können.

 

Die für diese Phase neu hinzukommenden Merkmale und Parameter sind an den entsprechenden Stellen im Einstellungs-Dialog des Bauelementes zu ergänzen.

Die Beschreibung des Einstellungs-Dialoges und die entsprechende Vorgehensweise finden sich in einer früheren Phasenbeschreibung in diesem Artikel.

 

Die Beschriftung und Kotierung der Bauelemente sollte immer assoziativ erfolgen. Die Beschreibung zur Vorgehensweise in ARCHICAD findet sich in den entsprechenden Artikeln.

Eventuell erforderliche Schalpläne für ein Fertigteilwerk werden in Revit mit den Ansichten 252 (Geschossdecken) erstellt.

Eventuell erforderliche Bewehrung erfolgt in Revit, Nummerierung dieser und Auslesen der Biegelisten kann zum Beispiel mit dem Aufsatz „SOFiSTiK Reinforcement Detailing“ durchgeführt werden.

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