Fassaden stellen einen Sondertyp der Ausbauwände dar. Sie bilden den vertikalen Abschluss eines Gebäudes und sind damit Teil der Gebäudehülle. Fassaden sind, im Gegensatz z.B. zu massiven Außenwänden, in Leichtbauweise errichtet.

Dieser Artikel beschreibt den allgemeinen Umgang mit Fassaden. Zur Modellierung solcher Fassaden kommen in der Praxis durchaus unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Die verschiedenen BIM-Programme bieten einerseits spezielle Fassaden-Werkzeuge zur erleicherten Erzeugung von Fassadensystemen an, andererseits kommen oft auch Konstruktionen aus Einzel-Elementen zum Einsatz (z.B. Pfosten aus Stützen, Riegel aus Trägern und Paneele oder Fenster als gesonderte Elemente). Die Art der Modellierung hängt dabei von der geometrischen Komplexität des gewünschten Systems, der Planungsphase und der anwendenden Disziplin ab. So modellieren z.B. Fassadenbauer häufig für eine Werk- und Montageplanung eher in Einzelteilen.

 

Konzeptionelle Vorplanung

Darstellung

31.3.2017   31.3.2017

Plandarstellung                                                 Modelldarstellung

Merkmale

Merkmal
Parameter
Gliederungs-Informationen

Beschriftung

In dieser Phase wird das Bauteil in Planansichten noch nicht beschriftet.

Anleitung

Fassaden sind Systemwände, die aus Rastern, Fassadenelementen (Paneelen, Fenster, Türen), Pfosten bzw. Riegel und Profilen erstellt werden.

Elementfassaden werden grundsätzlich mehrgeschossig modelliert, vorausgesetzt, dass dies auch der baulichen Situation entspricht.

Grundsätzlich werden Fassaden aus Pfosten und Riegeln mit eingesetzten Glas- oder Metallelementen bwz. dünnen Steinplatten konstruiert.

Fassaden-Pfosten werden in dieser Phase nicht getrennt von dem Paneelen bearbeitet.

Fassaden sind Systemwände, die aus Rastern, Fassadenelementen (Paneelen, Fenster, Türen), Pfosten/Riegel und Profilen erstellt werden. Elementfassaden werden grundsätzlich mehrgeschossig modelliert, vorausgesetzt, dass dies auch der baulichen Situation entspricht. Grundsätzlich werden Fassaden aus Pfosten und Riegeln mit eingesetzten Glas- oder Metallelementen bzw. dünnen Steinplatten konstruiert.
 

Erstellung

Die Fassade wird im Reiter Architektur über den Button Wand als nicht-tragendes Element erstellt.

Hinweis: Versätze oben und unten sind für Fassaden generell zu vermeiden.

Freie, schräge Fassadenoberkanten werden über die Profilbearbeitung in der Ansicht bzw. im Schnitt der Fassade angepasst. So kann die bearbeitete Fassade auch wieder zurückgesetzt werden. Hier ist jedoch, nach Änderung der Fassadenlänge, das Profil manuell anzupassen.

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Fassadenkanten, auf denen eine schräge Geschossdecke aufliegt, sind an das schräg darüber liegende Bauteil zu fixieren. Durch das Fixieren wird sichergestellt, dass im Falle einer Änderung der Fassadenlänge die Oberkante automatisch mit angepasst wird.

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Bei der Anpassung einer Fassade bei der nur Bereiche in eine andere Phase, z.B. Refurbishment oder Umbau geändert werden, ist in den entsprechenden Bereichen eine völlig neue Fassade zu erstellen.

 

Phaseneinstellungen

Phaseneinstellung einer Fassade erfolgen in der Systemfamilie Fassade unter der Parametergruppe Phasen.

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Anpassung der Pfosten/Riegel

Die Anpassung der Abmessungen von Pfosten/Riegel wird in den Typeneigenschaften über die Parametergruppe Abmessungen> Breite auf Seite 1 und Breite auf Seite 2 gesteuert. 

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Übersicht

Die Modellierung einer Fassade in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen - oder durch den Typ einer Fassade. Die Modellierung kann entweder über das Fassaden-Werkzeug erfolgen, oder durch die Verwendung von Komplexen Profilen im Wand-, Stützen- und Träger-Werkzeug.

Für die grundsätzliche Verwendung des Fassaden-Werkzeuges verweisen wir auf die Basisdokumentation von Graphisoft im Help-Center.

Als Grundlage dieser Dokumentation wurde die offizielle Vorlagendatei 01 ARCHICAD 20 Vorlage.tpl der ARCHICAD 20 AUT Version verwendet.

 

Bauelemente die als Fassaden klassifiziert sind gehören zur Bauelementklasse I, wenn sie nicht-tragende Fassadenelemente darstellen.

Info: Sonder-Einstellungen (individuelle Grafik, Raumflächen-Auswirkung) innerhalb der Fassaden-Grundeinstellung sind zu vermeiden, um anderen/folgenden Projektbearbeitern eine nachvollziehbare Struktur zu übergeben die Fehlerquellen vermeidet.

 

Zu Beginn ist die zu verwendende Ebene für die Fassade zu wählen:

Geometrie und Positionierung

Die Grundeinstellung in Geometrie und Positionierung betrifft die Positionierung der Fassade im Ursprungsgeschoss. Entsprechend der ÖNORM A 6241-2 Anhang A wird eine Fassade immer geschossabhängig modelliert, sprich sie wird nicht über mehrere Geschosse modelliert.

In dieser ersten Einstellung kann jedoch noch nicht bestimmt werden, wie hoch die Fassade sein wird. Wird im ersten Schritt nur das Ursprungsgeschoss, die Nominale Stärke und das Material definiert und mit OK bestätigt, muss im nächsten Schritt die Geschosshöhe bestimmt werden.

Im Zuge der Modellierung der Fassade erscheint ein neues Dialogfenster:

Hier wird nun die korrekt definierte Geschosshöhe eingetragen und die Fassade platziert. Bei aktivierter (ausgewählter) Fassade kann in der Einstellung die Höhe gegebenenfalls noch nachträglich geändert werden.

Weitere Einstellungen

Das Fassadenwerkzeug mit seinen vielen individuellen Einstellungen ist besonders nutzerspezifisch und wird hier nicht weiter erläutert.

Alternative zum Fassaden-Werkzeug

Zusätzlich zum Fassaden-Werkzeug gibt es noch die Möglichkeit Fassaden als Profil-Wände zu erstellen. Die Einstellungen dazu werden im Artikel Wand: Allgemein, bzw. in den fortführenden Artikeln erläutert.

Kategorien und Eigenschaften

Unabhängig davon mit welcher Methode die Fassade erstellt wurde, wird in der Element-Klassifizierung die Einstellung Fassade getroffen. Durch die Wahl der Klassifizierung auf Fassade werden auch nur die Merkmale im unteren Feldbereich angezeigt, die für diese Klassifizierung laut ifc Sachmerkmale zur Verfügung stehen.

Die 3 Merkmale die auch eine weitere Funktion innerhalb von ARCHICAD erfüllen sind Tragende Funktion, Lage und Umbau Status – diese haben eine Auswirkung auf entweder die Strukturdarstellungs-Methode, die Hüllenfunktion (in weiteren Programmen), oder den Umbaufilter. Alle weiteren Merkmale sind individuell zu wählen, bzw. in Abstimmung mit den Organisationsvorgaben des Projektes zu treffen (bspw. Projekthandbuch oder Organisationshandbuch).

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Vorplanung

Darstellung

31.3.2017    31.3.2017

Plandarstellung                                                   Modelldarstellung

Merkmale

Merkmal
Parameter
Gliederungs-Informationen

Beschriftung

In dieser Phase ist es noch nicht notwendig das Bauteil in Planansichten zu beschriften.

Anleitung

Austausch von Pfosten bzw. Riegeln

Vorgehensweise:

1. Zuerst wird der gwünschte Pfosten angewählt.

2. Darauffolgend wird der Pfosten entsperrt.

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3. Der neuen Pfostentyp wird in weiterer Folge über das Eigenschaftsfenster gewählt.

Sollte der gewünschte Typ nicht vorhanden ist ggf. einen neuer Pfosten/Riegel über die Typenbearbeitung zu erstellen.

Die grundsätzliche Modellierung einer Fassade in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen - oder durch den Typ einer Fassade. Die Modellierung kann entweder über das Fassaden-Werkzeug erfolgen, oder durch die Verwendung von Komplexen Profilen im Wand-, Stützen- und Träger-Werkzeug.

Die für diese Phase neu hinzukommenden Merkmale und Parameter sind an den entsprechenden Stellen im Einstellungs-Dialog des Bauelementes zu ergänzen.

Die Beschreibung des Einstellungs-Dialoges und die entsprechende Vorgehensweise finden sich in einer früheren Phasenbeschreibung in diesem Artikel.

 

Die Beschriftung und Kotierung des Bauelementes sollte immer assoziativ erfolgen. Die Beschreibung zur Vorgehensweise in ARCHICAD findet sich in den entsprechenden Artikeln.

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Entwurf

Darstellung

31.3.2017      31.3.2017

Plandarstellung                                                      Modelldarstellung

Merkmale

Merkmal
Parameter
Gliederungs-Informationen

Beschriftung

In dieser Phase ist es noch nicht notwendig das Bauteil zu beschriften.

Anleitung

Fassadenteilungen

Fassadenteilungen können über die Typeneigenschaften bzw. über ein Fassadenraster definiert werden. Bei Fassadenteilungen, die nicht über den Typ erstellt werden können, erfolgt die Erstellung über den Befehl Fassadenraster. Hierbei können aber erst nachträglich die Pfosten auf das Raster gesetzt werden.

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Wichtig bei dieser Vorgehensweise ist, dass die Teilung des Rasters nur erfolgt, wenn man am äußeren Rand der Fassade mit der Maus entlang fährt.

Austausch von Elementen

Der Austausch einer Fassadenscheibe durch Fassadentüren,  Fassadenfenster oder Fassadenöffnungen wird wie folgt durchgeführt:

Zuerst wird die gewünschte Fassadenelemente markiert und die Pinnadel entsperrt.

 

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Dannach kann in der Typenauswahl eine entsprechende Tür, ein Fenster oder eine andere Fassadenfamilie ersetzt.

Hinweis: Es können nur rechteckige Scheiben (Paneele) durch Fenster und Türen ersetzt werden, für andere Geometrien können nur Systemelemente und Wände verwendet werden.

Die grundsätzliche Modellierung einer Fassade in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen - oder durch den Typ einer Fassade. Die Modellierung kann entweder über das Fassaden-Werkzeug erfolgen, oder durch die Verwendung von Komplexen Profilen im Wand-, Stützen- und Träger-Werkzeug.

Die für diese Phase neu hinzukommenden Merkmale und Parameter sind an den entsprechenden Stellen im Einstellungs-Dialog des Bauelementes zu ergänzen.

Die Beschreibung des Einstellungs-Dialoges und die entsprechende Vorgehensweise finden sich in einer früheren Phasenbeschreibung in diesem Artikel.

 

Die Beschriftung und Kotierung des Bauelementes sollte immer assoziativ erfolgen. Die Beschreibung zur Vorgehensweise in ARCHICAD findet sich in den entsprechenden Artikeln.

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Es ist nicht notwendig die Fassade im Entwurf weiter zu detaillieren.

Einreichung

Darstellung

31.3.2017      31.3.2017

Plandarstellung                                                      Modelldarstellung

Merkmale

Merkmal
Parameter
Gliederungs-Informationen

Beschriftung

In dieser Phase werden die von der Behörde gewünschten Informationen beschriftet.

Die Bauteile müssen mit ihrer Aufbau-Bezeichnung gemäß Bauteil-Katalog im Grundriss gekennzeichnet werden, z.B. "AW-01" oder "FA-01".

Alle Wandaufbautypen müssen händisch geprüft und beschriftet werden. dies erfolgt über die Parameter im Bauteil und eine Beschriftungsfamilie.

Beispielweise kann gefordert werden die Glasart zu beschriften.

Anleitung

Beschriftung

Je nach verwendeten Parameter müssen Beschriftungen erstellt und plaziert werden.

Die grundsätzliche Modellierung einer Fassade in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen - oder durch den Typ einer Fassade. Die Modellierung kann entweder über das Fassaden-Werkzeug erfolgen, oder durch die Verwendung von Komplexen Profilen im Wand-, Stützen- und Träger-Werkzeug.

Die für diese Phase neu hinzukommenden Merkmale und Parameter sind an den entsprechenden Stellen im Einstellungs-Dialog des Bauelementes zu ergänzen.

Die Beschreibung des Einstellungs-Dialoges und die entsprechende Vorgehensweise finden sich in einer früheren Phasenbeschreibung in diesem Artikel.

 

Die Beschriftung und Kotierung des Bauelementes sollte immer assoziativ erfolgen. Die Beschreibung zur Vorgehensweise in ARCHICAD findet sich in den entsprechenden Artikeln.

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Ausführung

Darstellung

   31.3.2017
 Plandarstellung                                                 Modelldarstellung
   31.3.2017
 Plandarstellung                                                 Modelldarstellung
31.3.2017   31.3.2017
 Plandarstellung                                                 Modelldarstellung

Merkmale

Merkmal
Parameter
Gliederungs-Informationen

Beschriftung

Anleitung

In dieser Phase werden nur alphanumerische Informationen bezüglich der Kostenzuordnung getätigt.

Tipps und Tricks

Bei der Modellierung wird am Besten wie folgt vorgegangen:

Alle Raster sind ohne die Pfosten sauber aufzuteilen. In einem weiteren Schritt sollten alle Raster-Achsen sorgfältig bemaßt und erst am Ende die Pfosten gesetzt werden. Es ist ratsam eine eindeutige Typenbeschriftung zu erstellen.

Es besteht auch die Möglichkeit mit Komplexen Profilen modellierte Fassaden nach ihrer Fertigstellung in Morphs umzuwandeln, um so die Rechenleistung zu erhöhen.

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