Zu den Ausbau-Decken gehören alle Arten von Abhangdecken oder Deckenverkleidungen inklusive Unterkonstruktionen. Hierzu zählen beispielsweise klassische Rasterdecken, Reinraum- und Hygienedecken oder auch Brandschutzdecken. Im Gegensatz zu den Rohbau-Geschossdecken , welche immer aus Einzelschichten bestehen, können Ausbau-Decken auch mehrschichtig sein. Es ist nicht erforderlich,  jede einzelne Schicht separat zu modellieren.

Suchbegriffe: Zwischendecke, Abhang, Überboden, Obergrenze, Raumlichte, Verkleidung, Schürze

 

Konzeptionelle Vorplanung

In dieser Phase wird die Ausbaudecke bzw. abgehängte Decke als Platzhalter für etwaige Folgeinstallationen erstellt. So können Zonen z.B. für die TGA reserviert werden, die in dieser Phase häufig ihre Hauptleitungsführungen in konzeptuellen Schnitten erarbeitet. (s. Konzeptuelle Modellierung)

Darstellung

         

Plandarstellung                                           Modelldarstellung

Merkmale

In dieser Phase wird das Bauteil erstmalig plaziert und dadurch mit ihren geometrischen Merkmalen versehen.

Merkmal

  • Status
  • Tragendes Element

Parmeter

  • Bruttofläche
  • Bruttovolumen
  • Nenndicke Decke
  • Nettofläche Decke
  • Nettovolumen
  • Umfang Decke

Gliederungs-Informationen

  • Außen gelegenes Element
  • Erdberührendes Element
  • Raumabschließendes Element

Beschriftung

Eine Beschriftung der Ausbaudecke bzw. abgehängten Decke ist in dieser Phase nicht erforderlich.

Anleitung

Abhangdecken werden mit dem Werkzeug Decke im Reiter Architektur modelliert.

01.02.2017

Abhangdecken können entweder automatisch innerhalb einer umschließenden Geometrie mit dem Befehl Automatische Decke erzeugt werden oder manuell mit dem Befehl Decke skizzieren.

img_03

Decken haben ihren Höhenbezugspunkt auf der Unterseite, das bedeutet, sie bauen sich nach oben auf. Es wird empfohlen diese Decken immer auf einer separaten Ebene zu modellieren. Als Bezeichnung ist die Abkürzung ADUK für AbgehängteDeckenUnterKante zu empfehlen.

Die grundsätzliche Modellierung einer Abhangdecke/Deckenverkleidung in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen, oder von der Modellierung anderer Decken-Typen.

Die ausführliche Anleitung zu Decken findet sich unter Geschossdecke.

 

Für den einfachen Gebrauch von ARCHICAD kann die Einstellung Standard (einzelner Baustoff) gewählt werden.

Für den Advanced-User wird empfohlen, immer die Einstellung Mehrschichtig zu wählen (oder auch das Komplexe Profil für konstruktiv komplexere Aufbauten). Der Sinn hierbei liegt darin, dass selbst zu Beginn eines Projektes, in der Phase Studie in der die Bauelemente in einer einfachen (einfarbigen) Darstellung repräsentiert werden, der Mehrschichtige Aufbau von Anfang an eine sehr gute Steuerung der Bauelemente zulässt. Einerseits werden so bestimmte, sich wiederholende Aufbaustärken definiert, andererseits wird gleich von Anfang an eine genauere Definition des Bauelements bezüglich seiner Verwendung getroffen.

Eine Übergabe der Daten an z.B. die Tragkonstruktionsplaner ermöglicht so eine frühzeitige Vermittlung des angestrebten statischen Konzeptes. Des Weiteren ist diese Vorgehensweise hinsichtlich der Zeitersparnis und Optimierung eines Projektes sehr zu empfehlen: sobald ein Aufbauten-Katalog vorliegt, können diese vorübergehend definierten Mehrschichtigen Bauteile dem Aufbauten-Katalog entsprechend angepasst werden – Bauelemente, die auf dieses Mehrschichtige Bauteil zugreifen, übernehmen sofort diesen neuen Aufbau.

 

Einstellungsdialog für Decken

Geometrie und Positionierung

Die 1. Grundeinstellung in Geometrie und Positionierung betrifft die Dicke der Decke. Diese wird entweder selbst gewählt und ein Baustoff zugewiesen oder automatisch durch ein Mehrschichtiges Bauteil gewählt.

Die 2. Grundeinstellung definiert die Strukturmethode: Einfach oder Mehrschicht. Es wird empfohlen, immer die Einstellung Mehrschichtig zu wählen. Der Sinn hierbei liegt darin, dass selbst zu Beginn eines Projektes in der Phase Studie, in der die Bauelemente in einer einfachen (einfarbigen) Darstellung repräsentiert werden, der Mehrschichtige Aufbau von Anfang an eine sehr gute Steuerung des Bauelementes zulässt. Einerseits werden so bestimmte Bodenaufbauten definiert (Aufenthaltsräume, Nassräume, Gänge, ...), andererseits wird gleich von Anfang an eine genauere Definition des Bodens bezüglich seiner Verwendung getroffen.

Des Weiteren ist diese Vorgehensweise hinsichtlich der Zeitersparnis und Optimierung eines Projektes sehr zu empfehlen: sobald ein Aufbauten-Katalog vorliegt, können diese vorübergehend definierten Mehrschichtigen Bauteile dem Aufbauten-Katalog entsprechend angepasst werden – Bodenaufbauten, die auf dieses Mehrschichtige Bauteil zugreifen übernehmen sofort diesen neuen Aufbau.

Info: Bei den Decken wird zwischen den verschiedenen Arten unterschieden (lt. ÖN A 6241-2 Anhang A): Eine Geschossdecke wird als einschichtiges Bauteil über das ganze Geschoss modelliert. Der Bodenaufbau und die abgehängte Decke werden wiederum als mehrschichtige Bauteile modelliert da diese Bauelemente raumspezifisch sind. Zusätzlich gibt es noch verschiedene Modellierregeln für die verschiedenen Bauelemente.

Die 3. Grundeinstellung definiert die Lage der Referenzlinie. Diese wird unterschiedlich angegeben, je nach Art der Decke (Geschossdecke, Fußbodenaufbau, Unterdämmung, Abgehängte Decke):

Abgehängte Decke

Bei der abgehängten Decke wird die Referenzebene oben eingestellt – an der Unterseite der Rohdecke. Dadurch wächst der Luftraum, z.B. bei Änderungen der Durchmesser von Leitungsführungen, automatisch nach unten.

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Vorplanung

Häufig werden in dieser Phase farbige Decken-Übersichtspläne erstellt, die die unterschiedlichen Abhangdeckenhöhen (oder Systeme) darstellen. Ansonsten ändert sich an der Modellierung der Abhangdecken nichts.

Darstellung

         

Plandarstellung                                            Modelldarstellung

Merkmale

Merkmal

  • Brandabschnittsdefinierendes Bauteil
  • Feuerwiderstandsklasse

Parameter

  • Neigung Oberseite

Gliederungs-Informationen

Beschriftung

Das Deckensystem kann entweder direkt mit Decken-Beschriftungsfamilien beschriftet werden, oder die Deckensysteme werden über Filter farbig dargestellt und deren Farben in einer Legende erläutert.

Zur Beschriftung des Deckensystems ist eine geeignete Beschriftung zu verwenden, die die gewünschten Deckensystemparameter ausliest.

Die grundsätzliche Modellierung einer Abhangdecke in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen, oder von der Modellierung anderer Decken-Typen.

 

Die für diese Phase neu hinzukommenden Merkmale und Parameter sind an den entsprechenden Stellen im Einstellungs-Dialog des Bauelementes zu ergänzen.

Die Beschreibung des Einstellungs-Dialoges und die entsprechende Vorgehensweise finden sich in einer früheren Phasenbeschreibung in diesem Artikel.

 

Die Beschriftung und Kotierung des Bauelementes sollte immer assoziativ erfolgen. Die Beschreibung zur Vorgehensweise in ARCHICAD findet sich in den entsprechenden Artikeln.

Es ist mit der Projektleitung vorab zu klären ob Typ-Bezeichnungen wie zum Beispiel AD 01 verwendet werden.

Anschließend kann zur Beschriftung des Deckensystems die Beschriftungsfamilie BS_AgDe_Kommentar verwendet werden. Wird beispielsweise der Parameter Typenmarkierung oder ein ähnlicher genutzt und soll ausgelesen werden, ist diese Beschriftungsfamilie zu kopieren, entsprechend umzubenennen und der auszulesende Parameter in der Beschriftungsfamilie entsprechend zu tauschen.

Anleitung

Farbige Übersichtspläne

Sind die Abhangdecken einmal modelliert, können beispielsweise mit der Hilfe von Filtern sehr schnell farbige Übersichtspläne erstellt werden.

Bei dieser Methode werden Filter genutz, die sich auf Unterscheidungsmerkmale der Abhangdecken beziehen. Durch die Aktivierung der Filter in den "Grafikdartellungsoptionen" einer Sicht, werden die gefilterten Elemente entsprechend eingefärbt.

Beschriftung

Im Reiter Beschriften kann über dem Befehl Nach Kategorie beschriften einzelne Decken beschriftet werden.

Alternativ kann auch der  Befehl Alle beschriften verwendet werden, der alle Objekte einer gewählten Kategorie auf einmal beschriftet.

Hierbei ist zunächst im Menü in der Zeile Deckenbeschriftung die gewünschte Beschriftungsfamilie auszuwählen und das Menü mit dem Befehl "OK" zu schließen. Anschließend wir eine Abhangdecke gewählt und somit alle Abhangdecken in dieser Ansicht auf einmal beschriftet.

Die grundsätzliche Modellierung einer Abhangdecke in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen, oder von der Modellierung anderer Decken-Typen.

 

Die für diese Phase neu hinzukommenden Merkmale und Parameter sind an den entsprechenden Stellen im Einstellungs-Dialog des Bauelementes zu ergänzen.

Die Beschreibung des Einstellungs-Dialoges und die entsprechende Vorgehensweise finden sich in einer früheren Phasenbeschreibung in diesem Artikel.

 

Die Beschriftung und Kotierung des Bauelementes sollte immer assoziativ erfolgen. Die Beschreibung zur Vorgehensweise in ARCHICAD findet sich in den entsprechenden Artikeln.

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Entwurf

In der Entwurfsphase ist der Deckenaufbau des Deckensystems darzustellen. Die bereits existierenden Decken-Übersichtspläne erhalten häufig zusätzliche Informationen beziehungsweise die Deckensysteme werden noch spezifischer unterschieden.

Darstellung

         

Plandarstellung                                            Modelldarstellung

Merkmale

Merkmal

  • Bauteilaktivierung
  • Brandverhalten
  • Schallschutzklasse
  • Trittschalldämpfungsmaß
  • U-Wert

Parameter

  • Bruttofläche Deckenbekleidung
  • Nettofläche Deckenbekleidung

Gliederungs-Informationen

Beschriftung

Sollten weitere Beschriftungen erforderlich sein, kann wie im Vorentwurf vorgegangen werden.
Die Beschriftung und Kotierung des Bauelementes sollte immer assoziativ erfolgen. Die Beschreibung zur Vorgehensweise in ARCHICAD findet sich in den entsprechenden Artikeln.
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Anleitung

Ab der Entwurfsphase werden üblicherweise auch in Räumen Angaben zur Deckenoberfläche gefordert.
Die Angaben aus dem Bauteil (z.B. zur Material) und die textliche Beschreibung im Raum müssen auf Übereinstimmung geprüft werden. Diese Prüfung erfolgt in der Regel Software-übergreifend manuell.

Einreichung

Häufig können die bereits vorhandenen farbigen Decken-Übersichtspläne verwendet werden. Diese erhalten nur noch die behördlich geforderten Ergänzungen, beziehungsweise grafischen Anpassungen.

Darstellung

Schnittdarstellung

Modelldarstellung

Merkmale

In dieser Phase werden keine Merkmale ergänzt.

Beschriftung

  • Höhenkote in Deckenplänen und Schnitten
  • Schichtenaufbau bzw. Systemaufbau im Schnitt

Anleitung

Bedingt durch sehr unterschiedliche behördliche Vorgaben gibt es keine allgemeingültige Lösung für diese Phase. Jedoch gelten allgemeingültige Hinweise zur Qualitätsverbesserung und zur Fehlervermeidung:

  • Für grafische Anpassungen sollten immer  Ansichtsvorlagen verwendet werden, anstelle individueller Anpassungen pro Plan.
  • Für die zusätzlichen Informationen des Planinhalts sollten immer Beschriftungsfamilien verwendet werden und keine Texte.

Ausführung

Die genaue Darstellung der Aufbauten erfolgt über Detailausschnitte.

Für die Ausführungplanung werden üblicherweise sogenannte Deckenspiegel benötigt, die sich durch ihren erhöhten Informationsgehalt und einem kleineren Maßstab (z.B. M 1:50) von den Decken-Übersichtsplänen deutlich unterscheiden.

Darstellung

          

Schnittdarstellung                                        Modelldarstellung

Merkmale

Merkmal

  • Qualmbildungsklasse
  • Referenz
  • Tropfenbildungsklasse
  • HollowCorePlugging
  • Halbfertigteildecke

Parameter

  • Bruttogewicht
  • Nettogewicht
  • Stärke der Deckenbekleidung

Beschriftung

  • Darstellung der Schichten im Schnitt
  • Je nach System, Angaben über Verlegerichtung
  • Je nach System, Rasterangaben
  • Die Beschriftung in den Deckenplänen erfolgt über den Raumstempel

Anleitung

Deckenaufbauten werden über Detailausschnitte definiert. Somit ist die Übereinstimmung mit den modellierten Decken gegeben.

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Mit Detailelementen kann die Grafik angepasst werden. Eine detaillierte Beschriftung jedes Aufbaues über die Typenbezeichnung hinaus ist  in Gebäudeschnitten nicht notwendig.

Die grundsätzliche Modellierung einer Abhangdecke in ARCHICAD unterscheidet sich nicht in den verschiedenen Planungsphasen, oder von der Modellierung anderer Decken-Typen.

 

Die für diese Phase neu hinzukommenden Merkmale und Parameter sind an den entsprechenden Stellen im Einstellungs-Dialog des Bauelementes zu ergänzen.

Die Beschreibung des Einstellungs-Dialoges und die entsprechende Vorgehensweise finden sich in einer früheren Phasenbeschreibung in diesem Artikel.

 

Die Beschriftung und Kotierung des Bauelementes sollte immer assoziativ erfolgen. Die Beschreibung zur Vorgehensweise in ARCHICAD findet sich in den entsprechenden Artikeln.

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Detail / Werksplanung / Ausschreibung

Die Darstellung der Aufbauten erfolgt über Detailausschnitte.

Tipps und Tricks

Auswahl

Um Decken schneller auswählen zu können, kann man temporär Elemente nach Fläche auswählen aktivieren. Dieser Revit Befehl befindet sich in der rechten unteren Ecke.

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Basisdecke / Deckensystem

Modelliert man anfangs mit der Familie Basisdecke und stellt diese später auf die Familie Deckensystem um, gehen in den Sichten die Beschriftungen verloren, z.B. die Höhenkoten. Aus diesem Grund empfehlen wir ausschließlich Typen der Familie Deckensystem zu verwenden. Auf die Verwendung von Basisdecken sollte in der Regel verzichtet werden.

Für Abhangdecken ist es empfehlenswert für die Schicht des Zwischenraums zwischen Geschossdecke und Konstruktion der Abhangdecke im Mehrschichtigen Bauteil den Baustoff “Luftschicht horizontal“ zu verwenden – dieser dient als Hilfsschicht bei Kollisionsprüfungen, bzw. Ermittlung eines ausreichenden Abstandes der Abhangdecke in Prüfprogrammen wie z.B. Solibri Model Checker.

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